|
zurück

Seine Werke
Direkt ist das Werk von Sheikh al-Yaqoobi nur
Teils aus eigener Feder geflossen, das mittlerweile mehr als
einhundert Bücher umfasst. Viele davon hat er jedoch konzipiert
und die nähere Ausführung seinen besonders begnadetsten Schülern
- unter seiner Schirmherrschaft - überlassen. Durch diese
begleitende Vorgehensweise entstanden, eignen sie sich auch für
die angedachten Zwecke wie aus eigener Hand geschrieben. Im
Großen und Ganzen zielt sein Werk entweder darauf ab,
wissenschaftliche Lücken zu schließen oder bestimmte soziale
Missstände bessern zu helfen, die ihm aufgrund seiner Weitsicht
am dringendsten erscheinen.
Von wissenschaftlicher Bedeutung (für die
Hawzah geschrieben) sind folgende Werke zu nennen:
1. Erforschung der Ableitungen nach Ansicht
der Usulisten (al-Mushtaqq 'inda al-Usuliyyin):
Aussagen seines Mentors, Märtyrer al-Sadr II, Untersuchung seiner Ansichten über `Ilm al-Usul (Grundlagen
der Rechtswissenschaften).
2. Al-Qawl al-Fasl fi Ahkam al-Khall (Schlußwort
über die Regeln zum Essig); eine ableitende, rechtsprechende und
wissenschaftliche Forschungsarbeit, die naturwissenschaftliche
Erkenntnis mit der islamischen Rechtsprechung verbindet.
3. Buhuth Istidlaliyyah fi Masa'il
Khilafiyyah (Beweisangebote zu kontroversen Themen);
Vorlesungen auf dem Niveau unabhängiger Erforschung (in der
Hawzah), die Sheikh al-Ya`qubi in Najaf gehalten hat. Der
erste Band dieses Werkes wurde bereits herausgegeben.
4. Al-Faridah al-Mu'attalah (Die
aufgegebene religiöse Pflicht);
eine ableitende rechtswissenschaftliche Forschungsarbeit über
die individuellen Pflichten (wajib ta'yini, die jeder
einzelne Muslim selber ausführen muss) beim/zum Freitagsgebet.
5. Al-Riyadiyyat Lil-Faqih (Mathematik
für Juristen); tiefgründige mathematische Betrachtungen einiger auf das
Fiqh (islamische
Rechtswissenschaften) und die Usul al-Fiqh (Prinzipien
der islamischen Rechtswissenschaften) bezogener Fragen.
6. Al-Ma'alim al-Mustaqbaliyyah lil-Hawzah
al-Scharifah (Die zukünftige Ausgestaltung des gesegneten
Seminars).
In diesem Werk stellt der Autor die Eckpfeiler seines Projektes
der Reform der Hawzah vor.
7. Wasaya wa-Nasa'ih li-Khutaba'
wa-Talabat al-Hawzah al-'Ilmiyyah al-Scharifah ([Verfahrens]Anweisungen
und Hinweise für die Teilnehmer am gesegneten
Seminar).
Zum Gebiet der Individual- und
Sozialerziehung gehören folgende Werke:
1. Al-Uswah al-Hasanah lil-Qadati
wa’l-Muslihin (Die vorbildlichsten Führer und Reformer);
Lektionen zum Aufbau und der Selbstbestimmung der islamischen
Gemeinschaft nach den Überlieferungen des heiligen Propheten.
2. Daur al-A'immati fi’l-Hayat al-Islamiyyah
(Bedeutung der Imame für das islamische Leben); weitergehende
Erläuterung und Kommentierung zu einer Forschungsarbeit
gleichnamigen Titels von Märtyrer Sayyid Muhammad Baqir al-Sadr.
Diese Forschungsarbeit hat auch Märtyrer Sayyid al-Sadr II
kommentiert. Dieses einbändige Werk arbeitet eine Reihe von
sozialen Wirkmechanismen aus den Verhaltensweisen der heiligen
Imame heraus.
3. Schakwa al-Qur'an (Beschwerde des
Korans); ein Überblick, der die
Großartigkeit des heiligen Koran in seiner überragenden
Befähigung als bestes Heilmittel bei der Reform des Sozialwesens
und bei der Rechtleitung der Gemeinschaft aufzeigt. Dieses Buch
schließt die Trilogie zusammen mit den beiden zuvor erwähnten
Werken ab, worin die Größe der wahren Heiler aufgezeigt wird,
nämlich des Propheten (s) und der heiligen Imame und die von
ihnen verwandten Methoden dargestellt werden, um zu einer schrittweisen gesellschaftlichen Neuordnung zu kommen. Die Reihe
der erforderlichen Beschwerden ebbt aber nicht ab, wie man an
den Folgewerken der Beschwerde-Reihe sieht: Schakwa al-Masjid
(Beschwerde der Moschee), Schakwa al-Imam (Beschwerde des
Imam) und Schakwa al-'Alim (Beschwerde des Gelehrten).
Sie sind gedacht als Beiträge zur Stärkung und Vervollkommnung
der (islamischen) Gemeinschaft.
Um seine Thesen der sozial-indizierten
Rechtsprechung umzusetzen,
veröffentlichte Sheikh al-Yaqoobi mehr als zwanzig Werke, die
sich an die verschiedenen (Berufs)Klassen der Gemeinschaft
richten. Dazu gehören folgende Werke:
1. Fiqh al-Muwazhzhafin
(Rechtsleitfaden für Regierungsvertreter).
2. Fiqh al-'Ummal (Rechtsleitfaden für
Angestellte).
3. Fiqh al-Sayyad (Rechtsleitfaden für
Jäger und Fischer).
4. Fiqh al-Hallaq (Rechtsleitfaden für
Friseure).
5. Fiqh al-Khayyat (Rechtsleitfaden
für Schneider).
6. Fiqh al-Saaghah (Rechtsleitfaden
für Goldschmiede).
7. Fiqh Qiyadat al-Sayyarat
(Rechtsleitfaden für (Fern)Fahrer).
8. Fiqh al-Shurtah (Rechtsleitfaden
für Polizisten).
9. Fiqh al-Ta'amul bi’l-Dolar
(Rechtsleitfaden für Geldwechsler).
10. Fiqh al-Attibba' (Rechtsleitfaden
für Ärzte).
11. Fiqh al-Sayadilah (Rechtsleitfaden
für Drogeristen).
12. Fiqh al-Muzari'in (Rechtsleitfaden
für Bauern).
In seinem Werk al-Usus al-'Aammah lil-Fiqh
al-Ijtima'i (Allgemeine Prinzipien der
Sozialgerichtsbarkeit) begründet Sheikh al-Yaqoobi die Abfassung
dieser Leitfäden, die Quellen, aus denen er die jeweilige
Rechtsanwendung ableitete und die Methoden, dieses Recht auch
tatsächlich (gesellschaftlich) umzusetzen.
Auf dem ihm sehr am Herzen liegenden Gebiet
der Jugendfürsorge und Nachwuchsförderung verfasste er folgende
Werke:
1. Fiqh Talabat al-Jami'at
(Rechtsleitfaden für Universitätsstudenten).
2. Al-Hawzah wa-Qadaya al-Shabab (Das
Seminar und die Fragen der Jugend).
3. Durus lil-Sabi al-Muslim (Lektionen
für muslimische Jungs).
4. Durus lil-Fata al-Muslim (Lektionen
für muslimische Mädchen).
Darüberhinaus verfaßte er viele Geschichten
und Novellen zu verschiedenen Themen.
Sheikh al-Yaqoobi hat sich insbesondere auch
mit der Thematik der Frauenausbildung und -förderung
beschäftigt, weswegen er auf diesem Gebiet, wie folgt, viel
publiziert hat:
1. Fiqh al-Mar'ah al-Muslimah
(Rechtsleitfaden für Muslimische Frauen).
2. Falsafat Taschri'at al-Mar'ah
(Hintergrund der islamischen Frauenrechte).
3. Daur al-Mar'ah fi Bina' al-'Iraq
al-Jadid (Die Rolle der Frauen beim Neuaufbau des Irak).
4. Al-Khitabah al-Nisa'iyyah bayna al-Waqi'
wa’l-Tumuh (Weibliche Predigten zwischen Aktualität und
Ambition).
5. Rifqan bi’l-Rijal Ya Qawarir (Seid
nachsichtig mit den Männern, o ihr Spröden!)
6. Al-Arba'una Hadithan fi Qadaya
al-Mar'ah (Vierzig Hadithe zu Frauenthemen).
Gemäß der Konzeption von Sheikh al-Yaqoobi,
seiner politischen Projekte und Einstellungen zu den
verschiedenen Ereignissen und Themen wurden all diese (Beiträge)
in einer Reihe von Werken namens Malamih min Tarikh wa-Khitab
al-Qiyadah al-Diniyyah fi’l-'Iraq al-Hadith (Historische
Beiträge und Reden der hohen Geistlichkeit im modernen Irak)
festgehalten. Bisher wurden zwei Bände dieser Reihe
herausgegeben.
Die Reden von Sheikh al-Yaqoobi, die in der
Reihe Öffentliche Reden, die von den letzten Zuckungen des
zusammengebrochenen Regimes von Saddam bis ins Jahr 2007
reichen, herausgegeben wurden, zählen mittlerweile 185 Reden,
ungeachtet der Kommentierungen, Worte und Erörterungen
verschiedener Themen.
Die Mehrzahl seiner Schriften widmet sich der
Diagnostizierung abwegiger sozialer Phänomene und der Lösung der
sozialen Probleme durch Feststellungen und ausführliche Erlasse,
die Ratschläge und Ermahnungen enthalten, um die Aufmerksamkeit
auf die bösen Folgen dieser Auffälligkeiten in sozialer,
ökonomischer, mentaler und intellektueller Hinsicht zu lenken,
usw. Solche Flugblätter zirkulierten während der
Schreckensherrschaft von Saddam zu tausenden unter der
Bevölkerung, was von den Herrschenden schon für politisch
bedenklich gehalten wurde. In die gleiche Klasse fallen folgende
veröffentlichte Werke:
1. Zhawahir Ijtima'iyyah Munharifah
(Abwegige Soziale Phänomene) mehrbändig,.
2. Nahwa Mujtama'in Nazhif (Auf dem
Weg zu einer sauberen Gemeinschaft); in dieser Reihe sind elf
Bände schon erschienen sind, und zwar ein jeder unter einem
unabhängigen Titel:
Al-Ghina' Yurithu al-Nifaq (Wie
Singen zur Heuchelei anstiftet bzw. führt)
Maw'izah wa-Irschad fi Fasl al-Sayf
(Predigen und Rechtleitung im Sommer)
Al-Mashakil al-Zawjiyyah
(Eheprobleme)
Al-Aidz Nadhir Inhiyar al-Hadarah
al-Gharbiyyah (Die AIDS-Problematik lässt den
Untergang der westlichen Zivilistation erahnen)
Kunu Ahraran (Seid alle frei!)
3. Ihdhar fi Baytika Schaytan (Achtung
vor dem Teufel bei dir zuhause!)
4. Fiqh al-'A'ilah (Rechtsleitfaden
Familienrecht).
5. Al-Zawaj wa’l-Muschkilah al-Jinsiyyah
(Ehe und Sexualproblematik).
Nach den furchtbaren Ereignissen vom 11.
September 2001, als der Westen den "Zusammenstoß der
Zivilisationen" gegen den islamischen Osten schürte, begründete
Sheikh al-Yaqoobi ein Projekt zur Erforschung der Grundlagen und
Entwicklung der beiden Zivilisationen (des Westens und des
Islams), womit die Argumente der Überlegenheit der islamischen
Zivilisation über den Westen dezidiert dargestellt wurden. Die
Ergebnisse des Projektes wurde in der Buchreihe Nahnu
wa’l-Gharb (Wir und der Westen) veröffentlicht, wovon sieben
Bände bislang erschienen sind.
Auf dem Gebiet der Selbstdisziplinierung und
Frömmigkeit hat Sheikh al-Yaqoobi viele Ansprachen gehalten und
eine stattliche Zahl von Aufsätzen geschrieben. So ist auch sein
geschätztes Werk Qanadil al-'Arifin (Leuchten der
Erkenntnis) entstanden, das die ethische Korrespondenz zu
Selbstzucht und Herzensreinigung zwischen ihm und dem Märtyrer
Sayyid al-Sadr II aus den Jahren 1986 und 1987 enthält.
Ein weiterer wichtiger Beitrag ist sein Werk
Min Wahy al-Ghadir (Von der Offenbarung in Ghadir) zur näheren Untersuchung der Ereignisse im
Anschluss an die letzte Wallfahrt des heiligen Propheten in
Ghadir Khumm, worin er eines der zentralsten Themen der Schi'ah
unter Hinzuziehung wissenschaftlicher und methodisch korrekter
Werkzeuge behandelt.
Erwähnt werden soll in dieser Übersicht auch
sein Werk Min Wahy al-Dhikrayat (Vom Wesen der
Selbstbesinnung; engl. Aroused by Memoirs), das eine Anthologie
von Vorträgen darstellt, die bei verschiedenen Anlässen gehalten
wurden.
Aus seiner Feder sind auch biographische und
historische Werke entstanden, so al-Sheikh Musa al-Yaqoobi:
Leben und Poetisches Werk. Oder die Widerlegung der
historischen Lüge von al-Khansa', von dem angeblich vier Söhne
in der Schlacht von al-Qadisiyyah als Märtyrer gefallen sein
sollen, worin er diese Geschichtslüge der historischen
Begebenheit um Ummul-Banin, einer Ehefrau von Imam Ali’ und
Mutter von Abbas, gegenüberstellt, deren vier Söhne wirklich
beim Einstehen für den wahren Islam unter der Führung von Imam
al-Hussein in Karbala' ihr gesegnetes Märtyrium fanden.
4. Teil
|