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Die Frau ist der Partner des Mannes im Hinblick auf die Probleme der Ummah [1]

 

Al-Aqila[1] Zainab (Friede Allahs seit mit ihr), die Herrin des prophetischen Hause, nach ihrer Mutter Fatima (Friede sei mit ihr), die Herrin der Frauen aller Welten, hat von ihrer Mutter nicht etwa Malheure in der wohl bekannten Form als Erbe erhalten, sondern sie hat sie vielmehr in ihrer Haltung und ihrem Standpunkt in schwierigen und ewigen Situationen geerbt. Situationen, die nicht mal die mutigsten und standhaftesten Männer hätten aushalten können.

 Fatima war die Gesellin ihres Vaters (Allahs Segen und Frieden seien mit ihm und seiner Familie) in den schwierigen Prüfungen und seine Stütze bei der er, entlang der Dauer der Botschaft, Heimat gefunden hat: Sie leistete ihm Gesellschaft, entfernte von ihm die Sorgen und linderte seine Schmerzen. Und genau das war Al-Aqila Zainab für ihren Vater, der Fürst der Gläubigen (Friede sei mit ihm), nach ihrer Mutter aber auch für ihren Bruder Hussein und seinen Sohn As-Sajjad (Friede sei mit ihnen alle).

 Fatima wurde mit ihrem Vater (Allahs Segen und Frieden sei auf ihm und seiner Familie) aus Mekka vertrieben und so wurde sie gezwungen, sich von ihrer Heimat und ihren Verwandten zu trennen. Und ähnlich ging es Al-Aqila Zainab, welche, wegen den Untaten Jazids und seiner auf Tötung zielenden Verfolgung des Imams, von der Stadt ihres Großvaters, der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden sei auf ihn und seiner Familie),  mit ihrem Bruder Hussein (Friede sei mit ihm) nach Mekka und dann letztendlich nach Iraq auswandern musste.

 Al-Zahraa (a.s) nahm außerdem mit ihrem Vater (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm und seiner Familie) am Jihad teil. So hatte sie in Uhud und Ahzab die Wunden ihres Vaters gebunden und das Blut auf Dhul-Fiqar, das Schwert ihres Gatten, der Fürst der Gläubigen (Friede sei mit ihm), weggewischt. Auf der anderen Seite hat Al-Aqila Zainab (Friede sei mit ihr) Karbala mit ihrem Bruder Hussein (Friede sei mit ihm) bezeugt. Und was lässt dich wissen, was Karbala ist und was ihre Folgeereignisse sind!

 Al-Zahraa (a.s) stand in der Moschee ihres Vaters (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm und seiner Familie), verteidigte ihren Imam, den Fürsten der Gläubigen (Friede sei mit ihm), bestätigte das Recht des Recht-habenden und wies die leeren Vorwürfe und Behauptungen mit den klarsten Argumenten zurück. Ihr Ziel war die Richtung der Ummah zu korrigieren und die Religion vor der Irreführung und der Abweichung zu schützen. Und auch Al-Aqila Zainab (Friede sei mit ihr) stand in „Kufa“ und „Scham“ und in allen Phasen der Gefangenschaft und hielt edle Predigte, mit denen sie diejenigen bloßstellte, die fälschlicherweise das Kalifat der Muslime für sich behauptet haben. Jene welche, sich davor nicht scheuten, die widerlichsten kriminellen Taten zu begehen und die größten Heiligkeiten zu schänden, darunter das Töten der Raihana[2] des Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien mit ihm und seiner Familie).

 Es gibt (natürlich) noch viele vergleichbare Situationen und Bilder, doch was Al-Aqila widerfahren ist, ist bedrückender und schmerzvoller als das, was Al-Zahraa (Friede sei mit ihr) widerfahren ist, denn Al-Zahraa (Friede sei mit ihr) wurde nicht von einer Stadt zu einer anderen als Gefangene genommen, damit sie danach dem bösesten der Geschöpfe Allahs geschenkt wird. Ihre Würde war noch bewahrt, als sie zur Moschee ging (und ihre Predigt gehalten hat). Ihre Zelte wurden nicht in Brand gesetzt und sie musste nicht in der Wüste flüchten. Und vieles andere, von dem, was Sayyida [3]Zainab erleben musste, musste sie nicht erleben. Das Leiden Zainabs war derart, dass es zur größten und schmerzvollsten Beklemmung in den Herzen der Ahlulbait (Friede sei mit ihnen) geworden ist.

Wahrlich die Haltung und der Standpunkt von Al-Zahraa (Friede sei mit ihr) waren derart, dass sie von keinem anderen vertreten werden konnte, selbst nicht vom Fürsten der Gläubigen (Friede sei mit ihm). Das liegt daran, dass seine Gegner hätten dann sagen können, dass er ein couragierter junger Mann ist, der auf Macht über die angesehenen Älteren in seinem Volk hinaus ist. Damit hätten sie die Karten mischen und die Wahrheit begraben können. Doch Al-Zahraa (Friede sei mit ihr) war über jeden Vorwurf und über jede Problematik erhaben. Daher war der gesegnete fatimitische Aufstand der Grund dafür, dass das Recht des Fürsten der Gläubigen und seine Imamah nach dem Gesandten Allahs (s.a.a.s) bewiesen, bestätigt und befestigt wurde.

Und genau so ist es bei Al-Aqila Zainab, denn die Prinzipien Imam Husseins (Friede sei mit ihm) und die Ziele seiner gesegneten Bewegung hätten weder bekannt werden können noch verbreitet werden können, wenn die Predigte von Al-Aqila Zainab nicht gewesen wären. Predigte, welche überaus stark, klar und mit tiefen Argumenten belegt waren. Denn die ummayadischen Medien waren so stark und einflussreich, dass sie in der Lage waren, die Wahrheit auf den Kopf zu stellen. So stark, dass sie aus Al-Hussein (Friede sei mit ihm) und seinen Gefährten eine Gruppe von abtrünnigen gemacht hätten, die sich gegen die Ordnung aufgelehnt hätte und nur randalieren und Fitna stiften wollte, weswegen sie es verdient hätte, ausgerottet zu werden. Auf diese Weise wäre das Blut umsonst in der Wüste verloren gegangen, da nur die mörderische unrecht begehende umayyadische Armee die Ereignisse übertragen hätte.

Das Thema des Imams und des Kalifats nach dem Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien mit ihm und seiner Familie) ist, nach dem Tauhid, das wichtigste Thema im Islam  aber auch das gefährlichste und folgenreichste Thema in der Geschichte der Ummah. Zwei Frauen Fatima Al-Zahraa (Friede sei mit ihr), die Herrin der Frauen aller Welten und ihre Tochter Zainab, Al-Aqila  von Bani Haschim, waren es, die es auf sich genommen haben, dieses Thema zu erklären und dafür die feste Basis zu schaffen.

Der Schluss, den wir durch diese Darlegung ziehen möchten, ist, dass die Frau eine Rolle bei der Auseinandersetzung mit den gefährlichsten Prüfungen und Problemen der Ummah zu spielen hat, die der Rolle des Mannes in nichts unterlegen ist und dass sie sich mit diesen (Problemen) Seite an Seite mit dem Mann auseinandersetzen soll. Und sie soll sich, nur weil sie eine Frau ist, nicht entmutigen lassen. Dies gilt jedoch unter Berücksichtigung der Rollen, die zu ihr passen und der Felder, in denen sie wirken kann.

Die Gesellschaft heute ist mit vielen Problemen und Herausforderungen konfrontiert, bei deren Behandlung die Frau eine wichtige Rolle spielen sollte. Dazu gehört die Verkündung der religionsrechtlichen Urteile, die Verbreitung der (weisen) Anweisungen der Schule der Ahlulbait (Friede sei mit ihnen), das Gebieten des Guten und das Verbieten des Schlechten und das Belehren der Menschen in Hinsicht auf ihrer religiösen Angelegenheiten. Denn das Unwissen hat sich sehr ausgebreitet und die Menschen, insbesondere die Frauen, haben selbst über die deutlichsten Angelegenheiten des „Haram und Halal“ kein Wissen mehr. Dies stellt eine eindeutige Verletzung dessen, was Allah, sein Gesandter und die die unfehlbaren Imame (Friede sei mit ihnen allen) wollen, dar.

Die Frau hat aber auch eine Rolle bei der Rettung der Gesellschaft vor ihren Problemen und  sozialen Komplexen. Als Beispiel sei die Erscheinung der hohen Scheidungsrate erwähnt, die in den letzten Jahren in einer angsterregenden Art und Weise gewachsen ist. So besagen die Statistiken einiger Gerichte, dass die Scheidungsrate etwa 30% oder 40% geworden ist, d.h., ungefähr ein Drittel der Ehen enden mit einer Scheidung. Dies ist ein besorgniserregendes Ergebnis, weil Allah, erhaben ist Er, die Scheidung in dem selben Maße hasst, wie er die Heirat liebt und es wurde von Imam Baqir (Friede sei mit ihm) überliefert, dass er sagte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien mit ihm und seiner Familie) sagte: Kein Gebilde wurde im Islam gebaut, was Allah (mächtig und majestätsvoll ist Er) lieber ist als das Heiraten“ [2]. Die Scheidung ist demnach eine Zerstörung des Gebilde, das Allah (mächtig und majestätsvoll ist Er) am liebsten ist, abgesehen von ihren sozialen Konsequenzen auf die Gesellschaft, insbesondere auf die Kinder, welche offenbar schlimm sind.

Daher müssen die Männer und die Frauen, denen das erzürnt, was Allah (segensreich und erhaben ist Er) erzürnt und die das lieben, was Allah, erhaben ist Er, liebt, gemeinsam eine große Bewegung starten, um eine umfassende Umfrage durchzuführen und die Ursachen zu erforschen, die hinter dieser Erscheinung stecken.

Einige Ursachen sind auf die Phase vor der Heirat zurückzuführen: Dazu gehört die schlechte Wahl des Partners, wenn diese Wahl nicht auf den wahren Elementen basiert hat, die bei Aufbau einer standfesten Ehe notwendig sind. Dies gilt sowohl bei der Wahl des Mannes, zu dem überliefert wurde: „Wenn einer zu euch kommt, dessen ethische Vorzüge und seine Religion euch gefallen, dann verheiratet ihn. Tut ihr es nicht, dann stiftet ihr Ftina auf Erde und ein großes Unheil“ [3] als auch bei der Wahl der Frau, denn es wurde es vom Propheten (Allahs segen und Frieden seien auf ihm) überliefert: „Ein Muslim hat keinen Nutzen nach dem Islam gezogen, was vorzüglicher ist als eine muslimische Ehefrau, die ihm Freude bereitet, wenn er sie anguckt und ihm gehorcht, wenn er sie befiehlt und sich selbst und sein Geld für ihn aufbewahrt, wenn er abwesend ist“ [4]. Der Aufbau der Ehe basierend auf dem vielen Geld, dem guten Beruf und der äußerlichen Schönheit, ohne dabei die Religion, die Vorzüge des Charakters, die Keuschheit, die schöne Natur und den Edel der Familie zu beachten, ist die Wurzel der Probleme.

Der andere Teil der Ursachen ist das, was sich nach der Heirat ereignet. So missbraucht der Mann einerseits seine Verantwortung über die Frau und lässt sich zu sehr von den sozialen Traditionen beeinflussen, welche (beispielsweise) besagen, dass es notwendig ist, hart mit der Frau zu sein. So hart, dass man ihr letztendlich Unrecht tut. Andererseits kann die Ursache seitens der Frau sein, dass sie die Umstände ihres Mannes nicht mit der nötigen Geduld konfrontiert und kein Verständnis für seine Situation zeigt oder dass sie bei einigen negativen Punkten (in ihrer Reaktion) übertreibt oder dass sie die Geschehnisse in ihrem Haus an ihre Familie weiterleitet und dass diese sich dann in ihren Angelegenheiten einmischt oder aber ihre Hochmut, welche eine Stufe der Arroganz gegenüber dem Mann erreichen kann und noch weitere ähnliche Ursachen.

Jedenfalls dieses Thema ist sehr gefährlich und verdient das Aufwenden der Zeit zum Nachdenken, zum Studieren, zum Diagnostizieren und zum Entwurf von Lösungen. An diesem Streben und dieser Bewegung nehmen viele Gruppen der religiösen Hauzah, der Richter, der sozialen Forscher, der psychischen Forscher und der Ärzte und auch andere teil.

Wie großartig ist es doch, wenn der Mensch zürnt, wenn Allah, segensreich und erhaben ist Er, zürnt und wenn er Wohlgefallen an dem hat, woran Allah Wohlgefallen hat:

„Da erhörte sie ihr Herr (und sprach): „Seht, Ich lasse kein Werk der Wirkenden unter euch verloren gehen, sei es von einem Mann oder einer Frau““(Al-Imran/95)



[1]    Sayyida Zeinab (Friede sei mit ihr) trägt den arabischen Titel Al-Aqila. So heißen Frauen, die zu den angesehensten, edelsten und besten in ihrem Volk gehören. Daher nennt man Sayyida Zainab oft Al-Aqila Zainab. Wir haben uns daher entschieden den Titel auf arabisch zu lassen, da es kein eindeutiges deutsches Analogon dafür gibt.

[2]    Gemeint ist Imam Hussein (Friede sei mit ihm). Die Raihana ist eine wohlriechende Blume. Man nennt auch die schönen Gaben und die Gnaden Allahs im übertragenen Sinne Raihana. Imam Hussein und Imam Hassan werden die Raihanas des Gesandten Allahs genannt, weil der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien mit ihm und seiner Familie) sie so bezeichnet hat. Er sagte: „Al-Hassan und Al-Hussein sind meine Raihanas aus dem Diesseits“.

[3]    Sayyida ist im islamischen Kontext ein Titel, der den Nachkommen des Propheten (Allahs Segen und Frieden seien mit ihm und seiner Familie) über Sayyida Fatima (a.s), die auch eine Sayyida ist, zugeschrieben wird.

 

 

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