| zurüc
Im Namen Allahs, des
Allerbarmers, des Barmherzigen
Die Weise der Bewahrung vor
Sünden
Einer von
euch bat mich, über die Weise der Bewahrung in Hinblick auf den
Zustand der Reue und der Bewahrung vor Sünden zu sprechen, nach
der sich der Mensch am Tag von Arafa, am Tag des Bittgebets und
der Reue, richtet. Diese Frage erinnerte mich an den Ausschnitt,
der in einem der Gebete des Monats Rajab
erwähnt wird
und dies
ist (und schütze uns von Sünden, auf der besten Weise, die es
gibt) und dies beinhaltet die Existenz von unterschiedlichen
Arten von Bewahrung vor Sünden, von denen einige besser als
andere sind.
Diese Aussage trifft dann
richtig zu, wenn wir uns der Bewahrung zuwenden, zu der der Fall
gehört, wenn ein Mensch die Gabe verliert, mit der er eine Sünde
begeht, wie der Verlust der Sehfähigkeit. So kann derjenige den
verbotenen Blick nicht mehr begehen oder das Gefühl der
körperlichen Lust verlieren, die eine Gabe ist, die Allah, der
Gesegnete und Erhabene, dem Menschen anvertraut hat, um ihn zur
Ehe, Fortpflanzung und ihrem Schutz zu treiben, während einige
sich an das Tragen der Verantwortung der Familie und der Kinder
und die Ermüdung durch die Erziehung und Fürsorge heranwagen und
wenn dies der Fall ist, so lässt diese Gabe die Chance der
Begehung der Sünde der Unzucht automatisch vergehen, Gott der
Erhabene schütze uns davor.
Der Mensch jedoch will diesen Weg der
Bewahrung vor den Sünden sicherlich nicht, denn er bittet Allah,
den Gesegneten und Erhabenen, ihn mit Gesundheit und der
Fähigkeit des Hörens, des Sehens und anderen zu erfreuen (O
Allah, erfreue mich meiner Sehfähigkeit und meiner Hörfähigkeit
und lass sie die Erbenden sein) … und so weiter.
Trotzdem wird dieser Weg manchmal der Weg
sein, den Allah, der Gesegnete und Erhabene, für einige seiner
Geschöpfe aussucht. Es wird überliefert, dass der blinde Abu
Basir zu Imam As Sadiq (Friede sei mit ihm) kam und ihn darum
bat, Allah, der Gesegnete und Erhabene, zu bitten, sein Leid von
ihm zu nehmen und ihm sein Augenlicht wiederzugeben. Daraufhin
betete der Imam (Friede sei mit ihm) für ihn und Allah der
Erhabene gab ihm sein Augenlicht zurück und somit konnte er
wieder sehen und war sehr glücklich darüber. So sprach Imam As
Sadiq (Friede sei mit ihm) zu ihm: „Wenn du willst, kannst du in
dieser neuen Situation weiterleben und wirst am Tag des Jüngsten
Gerichts zur Rechenschaft gezogen, wie der Rest der Menschen zur
Rechenschaft gezogen wird oder du kehrst zu deiner vorherigen
Situation zurück und trittst unmittelbar ohne Abrechnung ins
Paradies ein. Schließlich entschied er sich zu seiner vorherigen
Situation zurückzukehren, damit der Imam (Friede sei mit ihm)
ihm das Paradies sichert.“
Auf alle Fälle ist dies eine Art der
Loslösung von den Sünden und zu den anderen Arten zählt, dass
der Mensch ein Hindernis hat, das ihn selbst von den Sünden
abhält. Was jedoch die Scham vor Allah des Erhabenen betrifft,
wenn er ihm die guten Gaben schenkt, die unzählbar sind, oder
aus Angst vor dem Erhabenen oder der Befürchtung eines Skandals
und der Schande insbesondere am Tag des Jüngsten Gerichts, wenn
die Taten vor den Anwesenden offen gelegt werden und die
Geheimnisse offen gelegt werden, sodann bitten wir Allah den
Erhabenen um seine Vergebung und seinen Schutz. Dieses Hindernis
bekommt der Mensch nur dank Allah den Gesegneten und Erhabenen,
wenn Allah der Erhabene befreit und ehrlich mit ihm sein, so
steht es auch im aufrichtigen Hadith (Wenn Allah einen Diener
liebt, macht er ihn zu einem Prediger aus sich selbst und ein
Hemmnis aus seinem Herzen, das ihm befiehlt und abhält).
Zu der Bewahrung vor Sünden gehört ebenso
das Gedenken an Allah des Erhabenen in jeder Situation und die
Hinwendung des Menschen dazu, dass er stets in der Gegenwart
Allahs ist und dass Allah ihn beobachtet (Genügt es denn nicht,
dass dein Herr über alles Zeuge ist?),
(Kein Wort äußert er, ohne dass bei ihm ein Beobachter bereit
wäre),
(Was ist mit diesem Buch? Es lässt nichts aus, weder klein noch
groß, ohne es zu erfassen)
und im Zustand dieser Hinwendung wagt sich der Mensch auch nicht
an die Sünden heran und hat Angst vor Allah, vielmehr begeht er
die Sünde durch Unachtsamkeit und Unwissenheit. Wenn er sich
also abwendet und erinnert, bereut er und tut Buße (Diejenigen,
die gottesfürchtig sind, - wenn ihnen eine Anwandlung vom Satan
widerfährt, bedenken sie, und da werden sie sogleich einsichtig.).
Zu der Bewahrung gehört außerdem auch, dass
sich der Mensch zu der Hässlichkeit der Sünde und dem Fäulnis
dessen tatsächlichen Bildes hinwendet, die durch Einsicht und
nicht durch die Sehkraft eingesehen werden kann. So stellt der
edle Quran beispielsweise die Verleumdung als das Essen von dem
Fleische des toten Bruders dar, wobei diese eine widerliche
Vorstellung, von der sich die Gemüter abwenden. So auch die
Beschreibung des Diesseits durch Imam Ali (Friede sei mit ihm),
der es mit dem Aas der Tierleichen und darum die Hunde, die sie
zerreißen und zerteilen.
Wer also einverstanden ist, die Hunde bei
diesem Aas zu begleiten oder die Vorstellung des verbotenen
Essens, so sind sie (verzehren in ihren Bäuchen nur Feuer; und
sie werden der Feuerglut ausgesetzt sein)
oder die Vorstellung von der Unterdrückung der
religionsrechtlichen Rechte und dem Geiz damit, so ist es (am
Tag, da im Feuer der Hölle darüber heiß gemacht wird und damit
ihre Stirnen, ihre Seiten und ihre Rücken gebrandmarkt werden:
Dies ist, was ihr für euch selbst gehortet habt. Nun kostet, was
ihr zu horten pflegtet!).
Es gibt noch mehr von entsetzlichen Bildern, die in den edlen
Versen und den ehrenwerten Hadithen vorkommen, wie also kann
sich der Mensch daran wagen, mit dem Wissen seiner Wahrheit?
Des Weiteren gehört die Beschäftigung des
Menschen mit den Erlaubten und anderen Dingen, abgesehen von den
frommen Handlungen, wie dem Studium, dem Lesen und dem Treffen
mit Geschwistern und somit bleibt keine Zeit und keine Chance
zur Begehung von Sünden, denn die Freizeit gehört zu den Gründen
des Sündigens.
Allah der Gesegnete und Erhabene und seine
Stellvertreter sind Fälle der Bewahrung vor Sünden, die keiner
außer deren Inhaber kennt. Keiner erreicht all dies außer mit
dem Festhalten an Allah den Erhabenen und die Bitte an ihn zum
Erfolg, wie es im folgenden Bittgebet steht (O Allah schenk mir
den Erfolg des Gehorsams und die Loslassung der Sünde).
Aus den Erzählungen von Seiner Eminenz Scheich Al-Yaqoobi
mit einer Sammlung von Studenten der Fakultät für
Naturwissenschaften/ der Universität von Dhi Qar, die
Seine Eminenz am Donnerstag 8.12.1430 (h.) vor ihrer
Fahrt nach Karbala zum Besuch von Imam Husain (Friede
sei mit ihm) am Tag von Arafa. Einige Ausschnitte finden
sich in den Erzählungen von seiner Eminenz mit Gruppen
der Fakultät für Ingenieurwissenschaften/ der
Universität Dhi Qar am Freitag 2.12.1431 und von der
Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität
Basra am 3.12.1431.
Dies ist das Bittgebet das von Imam Mahdi (Möge Allah
sein Erscheinen beschleunigen) übermittelt wurde, durch
den Safir / Stellvertreter Muhammad Ibn Uthman Ihn Said
und der Anfang lautet (O Allah ich frage dich nach den
Bedeutungen …) usw.
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