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Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Die Weise der Bewahrung vor Sünden[1]

Einer von euch bat mich, über die Weise der Bewahrung in Hinblick auf den Zustand der Reue und der Bewahrung vor Sünden zu sprechen, nach der sich der Mensch am Tag von Arafa, am Tag des Bittgebets und der Reue, richtet. Diese Frage erinnerte mich an den Ausschnitt, der in einem der Gebete des Monats Rajab[2] erwähnt wird und dies ist (und schütze uns von Sünden, auf der besten Weise, die es gibt) und dies beinhaltet die Existenz von unterschiedlichen Arten von Bewahrung vor Sünden, von denen einige besser als andere sind.

Diese Aussage trifft dann richtig zu, wenn wir uns der Bewahrung zuwenden, zu der der Fall gehört, wenn ein Mensch die Gabe verliert, mit der er eine Sünde begeht, wie der Verlust der Sehfähigkeit. So kann derjenige den verbotenen Blick nicht mehr begehen oder das Gefühl der körperlichen Lust verlieren, die eine Gabe ist, die Allah, der Gesegnete und Erhabene, dem Menschen anvertraut hat, um ihn zur Ehe, Fortpflanzung und ihrem Schutz zu treiben, während einige sich an das Tragen der Verantwortung der Familie und der Kinder und die Ermüdung durch die Erziehung und Fürsorge heranwagen und wenn dies der Fall ist, so lässt diese Gabe die Chance der Begehung der Sünde der Unzucht automatisch vergehen, Gott der Erhabene schütze uns davor.

Der Mensch jedoch will diesen Weg der Bewahrung vor den Sünden sicherlich nicht, denn er bittet Allah, den Gesegneten und Erhabenen, ihn mit Gesundheit und der Fähigkeit des Hörens, des Sehens und anderen zu erfreuen (O Allah, erfreue mich meiner Sehfähigkeit und meiner Hörfähigkeit und lass sie die Erbenden sein) … und so weiter.

Trotzdem wird dieser Weg manchmal der Weg sein, den Allah, der Gesegnete und Erhabene, für einige seiner Geschöpfe aussucht. Es wird überliefert, dass der blinde Abu Basir zu Imam As Sadiq (Friede sei mit ihm) kam und ihn darum bat, Allah, der Gesegnete und Erhabene, zu bitten, sein Leid von ihm zu nehmen und ihm sein Augenlicht wiederzugeben. Daraufhin betete der Imam (Friede sei mit ihm) für ihn und Allah der Erhabene gab ihm sein Augenlicht zurück und somit konnte er wieder sehen und war sehr glücklich darüber. So sprach Imam As Sadiq (Friede sei mit ihm) zu ihm: „Wenn du willst, kannst du in dieser neuen Situation weiterleben und wirst am Tag des Jüngsten Gerichts zur Rechenschaft gezogen, wie der Rest der Menschen zur Rechenschaft gezogen wird oder du kehrst zu deiner vorherigen Situation zurück und trittst unmittelbar ohne Abrechnung ins Paradies ein. Schließlich entschied er sich zu seiner vorherigen Situation zurückzukehren, damit der Imam (Friede sei mit ihm) ihm das Paradies sichert.“

Auf alle Fälle ist dies eine Art der Loslösung von den Sünden und zu den anderen Arten zählt, dass der Mensch ein Hindernis hat, das ihn selbst von den Sünden abhält. Was jedoch die Scham vor Allah des Erhabenen betrifft, wenn er ihm die guten Gaben schenkt, die unzählbar sind, oder aus Angst vor dem Erhabenen oder der Befürchtung eines Skandals und der Schande insbesondere am Tag des Jüngsten Gerichts, wenn die Taten vor den Anwesenden offen gelegt werden und die Geheimnisse offen gelegt werden, sodann bitten wir Allah den Erhabenen um seine Vergebung und seinen Schutz. Dieses Hindernis bekommt der Mensch nur dank Allah den Gesegneten und Erhabenen, wenn Allah der Erhabene befreit und ehrlich mit ihm sein, so steht es auch im aufrichtigen Hadith (Wenn Allah einen Diener liebt, macht er ihn zu einem Prediger aus sich selbst und ein Hemmnis aus seinem Herzen, das ihm befiehlt und abhält).[3]

Zu der Bewahrung vor Sünden gehört ebenso das Gedenken an Allah des Erhabenen in jeder Situation und die Hinwendung des Menschen dazu, dass er stets in der Gegenwart Allahs ist und dass Allah ihn beobachtet (Genügt es denn nicht, dass dein Herr über alles Zeuge ist?[4]), (Kein Wort äußert er, ohne dass bei ihm ein Beobachter bereit wäre[5]), (Was ist mit diesem Buch? Es lässt nichts aus, weder klein noch groß, ohne es zu erfassen[6]) und im Zustand dieser Hinwendung wagt sich der Mensch auch nicht an die Sünden heran und hat Angst vor Allah, vielmehr begeht er die Sünde durch Unachtsamkeit und Unwissenheit. Wenn er sich also abwendet und erinnert, bereut er und tut Buße (Diejenigen, die gottesfürchtig sind, - wenn ihnen eine Anwandlung vom Satan widerfährt, bedenken sie, und da werden sie sogleich einsichtig.[7]).

Zu der Bewahrung gehört außerdem auch, dass sich der Mensch zu der Hässlichkeit der Sünde und dem Fäulnis dessen tatsächlichen Bildes hinwendet, die durch Einsicht und nicht durch die Sehkraft eingesehen werden kann. So stellt der edle Quran beispielsweise die Verleumdung als das Essen von dem Fleische des toten Bruders dar, wobei diese eine widerliche Vorstellung, von der sich die Gemüter abwenden. So auch die Beschreibung des Diesseits durch Imam Ali (Friede sei mit ihm), der es mit dem Aas der Tierleichen und darum die Hunde, die sie zerreißen und zerteilen.

Wer also einverstanden ist, die Hunde bei diesem Aas zu begleiten oder die Vorstellung des verbotenen Essens, so sind sie (verzehren in ihren Bäuchen nur Feuer; und sie werden der Feuerglut ausgesetzt sein[8]) oder die Vorstellung von der Unterdrückung der religionsrechtlichen Rechte und dem Geiz damit, so ist es (am Tag, da im Feuer der Hölle darüber heiß gemacht wird und damit ihre Stirnen, ihre Seiten und ihre Rücken gebrandmarkt werden: Dies ist, was ihr für euch selbst gehortet habt. Nun kostet, was ihr zu horten pflegtet![9]). Es gibt noch mehr von entsetzlichen Bildern, die in den edlen Versen und den ehrenwerten Hadithen vorkommen, wie also kann sich der Mensch daran wagen, mit dem Wissen seiner Wahrheit?

Des Weiteren gehört die Beschäftigung des Menschen mit den Erlaubten und anderen Dingen, abgesehen von den frommen Handlungen, wie dem Studium, dem Lesen und dem Treffen mit Geschwistern und somit bleibt keine Zeit und keine Chance zur Begehung von Sünden, denn die Freizeit gehört zu den Gründen des Sündigens.

Allah der Gesegnete und Erhabene und seine Stellvertreter sind Fälle der Bewahrung vor Sünden, die keiner außer deren Inhaber kennt. Keiner erreicht all dies außer mit dem Festhalten an Allah den Erhabenen und die Bitte an ihn zum Erfolg, wie es im folgenden Bittgebet steht (O Allah schenk mir den Erfolg des Gehorsams und die Loslassung der Sünde).



[1] Aus den Erzählungen von Seiner Eminenz Scheich Al-Yaqoobi mit einer Sammlung von Studenten der Fakultät für Naturwissenschaften/ der Universität von Dhi Qar, die Seine Eminenz am Donnerstag 8.12.1430 (h.) vor ihrer Fahrt nach Karbala zum Besuch von Imam Husain (Friede sei mit ihm) am Tag von Arafa. Einige Ausschnitte finden sich in den Erzählungen von seiner Eminenz mit Gruppen der Fakultät für Ingenieurwissenschaften/ der Universität Dhi Qar am Freitag 2.12.1431 und von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Basra am 3.12.1431.   

[2] Dies ist das Bittgebet das von Imam Mahdi (Möge Allah sein Erscheinen beschleunigen) übermittelt wurde, durch den Safir / Stellvertreter Muhammad Ibn Uthman Ihn Said und der Anfang lautet (O Allah ich frage dich nach den Bedeutungen …) usw.

[3] Bihar Al-Anwar 70/26.

[4] Quran: 41; 53

[5] Quran: 50; 18

[6] Quran: 18; 49

[7] Koran: 7; 201

[8] Koran: 4; 10

[9] Koran: 9; 35

 

 

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