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Klage des Quran
(Ayatollah Scheich Mohammad Musa Al-Yaqoobi)
Vorwort durch Imam al - Mahdi Center of Islamic Studies
Im Namen Allahs, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen
Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn aller
Welten, und der ganze Segen möge auf den besten Geschöpfen, Mohammad und seinen
Nachkommen liegen.
Der Heilige Quran ist nicht lediglich ein
Buch zum Rezitieren oder irgendein Glaubensbuch, welches gewisse Anzahl von
Gesetzen erlässt, sondern eine allumfassende Verfassung, dessen Ziel es ist,
die gesamte Nation und Gesellschaft im Lichte der göttlichen Rechtleitung
und Gesetzgebung zu erziehen.
Da Scheich Al-Yaqoobi der Ansicht ist,
dass der Heilige Quran das Buch des gesamten Lebens sei, geht er folglich davon
aus, dass der Grund hinter der heutigen Zustandverschlechterung der
Muslime darin liegt, dass sie den Kontakt zum Quran abbrechen.
Scheich Al-Yaqoobi ist ebenfalls der
Meinung, dass es die Aufgabe der Hauzas samt aller dazugehörigen Personen wie
Studenten, Angestellte, Redner und Gelehrten ist, den Quran wieder zu
der muslimischen Gemeinschaft zurückzubringen. Denn eine Gesellschaft wird nur
dann rechtschaffen sein, wenn die Hauza auch rechtschaffen ist. Der Scheich
ruft auf, den Quran zu rezitieren, und zugleich über die Hinweise desselben
nachzudenken.
Er fordert außerdem, dass man sich mit den
Lehren, welche man von den Methoden des Quran bei der Reform und Führung
der Gesellschaft ableiten kann, beschäftigt. Diese Lehren sind beispielsweise:
-
den Ursachen mehr als den Auswirkungen
Beachtung schenken,
-
der Aufbau der Moral und des Glaubens,
-
die allmähliche Reformierung der Gesellschaft,
-
die Aufmerksamkeit auf die wichtigsten Fundamente des muslimischen Daseins
lenken, da es ohne diese Fundamente nicht geschützt werden kann.>
Diese Fundamente wären das Imamat, die
Loyalität (zu den von Allah erwählten Führern), und das Auseinandersetzen mit den
Andersgläubigen. Außerdem gibt es weitere Lehren, die man dem Quran entnehmen
kann, wie z. B. Trösten und Besänftigung, die Ermutigung zum Wissen, und die
Anwendung jeder Methode, welche zur Rechtleitung des Menschen führt.
Bei
der Erörterung der Gründe für das Interesse an dem Quran, betont Ajatollah
Al-Yaqoobi, dass der heilige Quran über umfassende, vorteilhafte Heilmittel
für alle menschlichen Leiden verfügt. Weiterhin führt das Sichkümmern um
den Heiligen Quran zur Perfektion und Erhabenheit, Imitation des Propheten
(bzw. ihn als Vorbild nehmen), Erlangung einer immensen Belohnung, Lösung aller
Probleme, Erlernen aller Bereiche des Wissens, und zum Erlangen der Fürsprache
desselben.
Deshalb
fordert Scheich Al-Yaqoobi, dass das Studium des Heiligen Quran in den Hawzas
auf allen Studienebenen, sowohl in Grund- wie auch in Hauptstudien,
wiedereingeführt werden soll. In solchen Studiengängen sollten das Auswendiglernen, die Rezitierung des Heiligen Quran, und
das Erlernen seiner wissenschaftlichen Bereiche berücksichtigt werden.
Es ist auch eine Aufgabe der Hawza, dass sie für das Studium des Quran
spezialisierte Nebenstellen eröffnet, welche sich mit der profunden Auslegung
des Quran, dessen Konzepte, Theorien, Thesen, sowie Philosophien über das Universum
und über das Leben befassen.
Als erster Schritt in Richtung auf die Pflege des Heiligen Quran sagt
seine Eminenz Scheich Al-Yaqoobi folgendes: "Ich verpflichte hiermit jeden,
der in mir jemanden ansieht, welcher ihm gegenüber eine Pflicht
(moralisch oder religiös) sieht, dass er den ganzen Heiligen Quran zumindest zwei Mal
jährlich rezitiert."
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